Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Sennfeld
Das früheste bekannte Gotteshaus in Sennfeld ist die St. Erhardskapelle. Sie bestand seit etwa 1393. Wann diese Kapelle durch eine Kirche ersetzt wurde, ist nicht bekannt.

1540 wurde in Sennfeld die Reformation durchgeführt, die Pfarrei löste sich von der Mutterkirche in Gochsheim. Im Jahr 1552 erweiterte man die damals bestehende Kirche. In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) wurde das Gotteshaus stark in Mitleidenschaft gezogen. Das alte Gebäude war so baufällig, dass es in den Jahren 1702 bis 1705 durch einen Neubau ersetzt werden musste. Die neue barocke Kirche trug von Anfang an den Namen Dreieinigkeitskirche.
Bei einem Bomberangriff der Aliierten am 31. März 1944 wurden Kirche, Pfarrhaus und Rathaus mit allen Gebäuden zerstört. Im Oktober 1953 erfolgte der Spatenstich zum Bau einer neuen Kirche. Am 7. November 1954 fand die Einweihung der neuen Dreieinigkeitskirche statt, in der heute einige erhaltene Relikte aus der alten Kirche wie z. B. ein Taufstein, eine Kreuzigungsgruppe und ein Engel zu besichtigen sind. In der Evangelischen Gemeinde besteht seit 2003 das an die Kirche angebaute 'Senntrum' als Gemeindezentrum.
Der historische Notenbestand des Sennfelder Dorfschullehrers und Komponisten Johann Leonhardt Ludwig (1768-1812) hat sich seit Anfang des 19. Jahrhunderts bis zum Jahr 2011 in der Kirche erhalten.
Text: CC0
Autor: KMD Jörg Wöltche
Die Sammlungen der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Sennfeld in bavarikon

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