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Die Neue Sammlung - The Design Museum
Türkenstraße 15
80333 München

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Die Neue Sammlung - The Design Museum


Die Neue Sammlung entstand Anfang des 20. Jahrhunderts aus einer Initiative von Münchner Künstlern und Gestaltern. Diese wollten auf die Neuerungen im Bereich der angewandten Kunst mit einem zukunftsweisenden Sammlungsprogramm reagieren – und somit den im 19. Jahrhundert populären Kunstgewerbemuseen ein zeitgemäßes Pendant entgegenstellen. Bereits 1903 hatte sich in Opposition zum Bayerischen Kunstgewerbeverein die Münchner Vereinigung für angewandte Kunst gegründet, der u. a. spätere Mitglieder des 1907 entstandenen Werkbundes angehörten. Die 1911 in Münchner Bund umbenannte Vereinigung wollte in einer modernen Vorbildersammlung exemplarische Objekte zusammentragen, die für eine an den aktuellen industriellen Entwicklungen sowie den modernistischen Prinzipien orientierten Gestaltung standen. Ziel war es, den Blick für das Zeitgemäße zu schulen. Zahlreiche in diesen frühen Jahren angeschaffte Werke bilden den Grundstock des heutigen Sammlungsbestands.

Offiziell wurde Die Neue Sammlung als Staatliches Museum 1925 gegründet. Tituliert als Abteilung für Gewerbekunst war sie im Bayerischen Nationalmuseum angesiedelt. 1929 folgte die Umbenennung, nachdem sich der Titel der ersten offiziellen Sammlungspräsentation 1926 – eben jene unter dem markanten Verweis auf das Neuartige passend gewählte Titulierung „Die Neue Sammlung“ – als erfolgreiches Synonym für das Museum erwiesen hatte. Bis heute ist der Begriff des Neuen für die Institution Programm: Seit ihren Anfängen bewahrt sie Objekte, die paradigmatisch für einen in engem Verhältnis zur industriellen Entwicklung stehenden Gestaltungsbegriff und als Vorbild zeitgemäßen Designs fungieren. So kamen wegweisende Entwürfe der Designgeschichte bereits kurz nach ihrer Markteinführung in die Sammlung, darunter Produkte der Wiener Werkstätte, des Bauhauses oder der Hochschule für Gestaltung in Ulm, ebenso wie vollständige Produktreihen von bedeutenden Firmen wie AEG, Braun oder Olivetti. Hierdurch kann Die Neue Sammlung einen außerordentlichen Bestand an Industriedesign vorweisen.

Der Umfang der Sammlung zeigt sich dem Besucher besonders seit der Umsiedlung des Museums in die Pinakothek der Moderne im Jahr 2002, wo in einer umfassenden Dauerausstellung wichtige Objekte des Sammlungsbestands vorgestellt und die vielfältigen Aspekte des Designs mit wechselnden Präsentationen diskutiert werden.

Die Neue Sammlung umfasst heute 23 Sammlungsbereiche, darunter Grafikdesign, Möbel, Keramik, Silber und Glas, aber auch Schmuck, Sportartikel sowie Sekundärarchitektur und signifikante Beispiele für Designprozesse (Prototypen). Ihre breite Ausrichtung ermöglicht einen umfangreichen Blick auf die Geschichte der modernen Gestaltung, was Die Neue Sammlung zu einem Museum mit Vorbildcharakter macht.

Sammlungen der Neuen Sammlung in bavarikon