Beschreibung
Schultheiß, Schöffen und Rat der Stadt Friedberg (Frideberg) beurkunden: Vor ihnen hat Eigel (Eygil) von Saasen (Sassen) für sich und im Namen der Kinder seines Bruders Heinrich und Gertrud (Gele) bekannt, daß er dem Scholaster des Stifts Aschaffenburg, dem Kanoniker Konrad Schwab (Swabe), dessen Bruder Johann Schwab, Bürger zu Aschaffenburg, und dem Stiftsvikar Konrad von Oppershofen (Oppirshavin) als Testamentsvollstrecker des verstorbenen Stiftsvikars Heinrich Schwab ein Gut in Dorf und Gemarkung Steinheim und Reckenhausen (Reckinhusin) verkauft hat. Das Gut dient zur Ausstattung der Vikarie am Altar des heiligen Andreas [in der Stiftskirche zu Aschaffenburg], die Heinrich Schwab gestiftet und noch zu Lebzeiten dem Konrad von Oppershofen übertragen hat. Zu dem Gut gehören in Steinheim 34 Morgen Acker und 4,5 Morgen Wiesen sowie eine Hofstatt (habestat) im Dorf. Dieser Teil wird von dem Sohn des Heinrich Buruzz zu Landsiedelrecht bewirtschaftet. Außerdem in Steinheim 25,5 Morgen Acker und 2 Morgen Wiesen sowie Haus, Hofstatt und Scheune im Dorf, bewirtschaftet zu Landsiedelrecht von der Steinwegerin (Steynwegirn). In Reckenhausen gehören zu dem Gut jährlich 1 Malter Roggen (korn), 1 Achtel Hafer und 1 Fastnachtshuhn, die Wenzel Korber (Corber) von seinem Hof und dessen Zugehörungen zinst. Eigel von Saasen hat dafür von den Käufern 92 Mark Pfennige und 14,5 Schilling Heller erhalten. Er hat daher vor ihnen auf Gut und Einkünfte verzichtet und die Verkäufer in deren Besitz gesetzt. Außerdem hat er sich Übernahme der Gewährleistung (werschafthe) nach Landesgewohnheit verpflichtet.