Beschreibung
Die Richter der Aschaffenburger Kirche beurkunden: Vor ihnen hat Konrad Kaldofen, durch eine Urkunde, die er ihnen vorgelegt hat, als Bevollmächtigter des Edelknechts (armiger) Werner von Echzell (Echzil) und seiner Ehefrau Elisabeth ausgewiesen, im Namen der Eheleute an Johann von Bessenbach (Bessinbach), Kustos des Stifts Aschaffenburg, einen jährlichen Zins von 6 Sumer Roggen (siligo) Aschaffenburger Maß und 2 Fastnachtshühnern mit den zugehörigen Besthäuptern (optimales) verkauft. Der Zins gefällt von Branbechers Gut und seinen Zugehörungen in den Dörfern und Gemarkungen Schimborn (Schonebu/o/rn) und Daxberg (Daspach), anstoßend an Besitzungen des Heinrich Freitag (Frytdag), des Konrad Spegman, des Ludwig (Luzzo) auf dem Berge und des Heinrich genannt hinter der Kirche in Schimborn. Er hat dafür von dem Käufer 15 Pfund Heller für die Eheleute erhalten. Das erwähnte Gut und seine Zugehörungen besitzen derzeit Giselbert von Daxberg und seine Ehefrau Gertrud (Gela) sowie Hermann Steinheimer und seine Ehefrau Jutta. Diese versprechen, den Roggen künftig jedes Jahr zwischen dem 15. August und dem 8. September (infra duo Assumpcionis videlicet et Nativitatis beate Marie virginis festa) auf ihre Kosten nach Aschaffenburg zu liefern. Konrad Kaldofen hat namens der Eheleute auf das erwähnte Gut und seine Zugehörungen verzichtet und gebeten, Johann von Bessenbach in dessen Besitz zu setzen. Die Richter kommen dieser Bitte nach und übertragen diesem das Gut.