Urkunde, 1346 März 8

Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg

Beschreibung

Der Ritter Hartmann Ulner von Dieburg (Dyppurg) und seine Ehefrau Irmgard verkaufen dem Dekan Marsilius und dem Kapitel des Stifts Aschaffenburg ihren freieigenen Hof in dem Dorf Kleinostheim (Ozzenheym) mit allen Zugehörungen sowie einen jährlich in den Hof zu entrichtenden Zins von 6 Schilling Heller, 2 Kapaunen und 3 Fastnachtshühnern. Zu jedem Fastnachtshuhn gehört außerdem noch ein Besthaupt. Von diesem Hof hat man dem Stift bisher jährlich 5 Schilling entrichtet. Die Verkäufer haben dafür von den Käufern 88 Pfund Heller erhalten. Sie verzichten daher auf den Hof und alle ihnen daran zustehenden Rechte und setzen die Käufer in deren Besitz. Außerdem geloben sie ihnen die Übernahme der Gewährleistung (wertschafft) über Jahr und Tag nach der Gewohnheit des Landes. Dafür stellen sie ihnen den Ritter Heinrich von Wasen sowie die Edelknechte Heinrich Meckfisch genannt von Winden und Groschlag (Graslok) von Kronenberg als Bürgen mit der Verpflichtung zum Einlager mit einem Knecht und einem Pferd in einer öffentlichen Herberge in Aschaffenburg. Beim Tod eines Pferdes ist ein anderes zu stellen. Stirbt ein Bürge oder zieht außer Landes, dann muß innerhalb von vier Wochen ein gleichwertiger Ersatzmann gestellt werden. Die Verkäufer verpflichten sich, ihre Bürgen schadlos zu halten.