Urkunde, 1382 Juli 3

Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg

Beschreibung

Vogt, Schultheiß und Schöffen des Gerichts und der Stadt Obernburg beurkunden: Vor ihnen im Gericht haben ihr Mitbürger Konrad Walther und seine Ehefrau Katharina bekannt, dass ihnen Dekan und Kapitel des Stifts Aschaffenburg einen Weinberg in Obernburg, der Schild (Schylt) genannt wird, zu Erbrecht verliehen haben. Anlieger sind auf der einen Seite Peter Assenheimer und auf der anderen Seite die Laubmeisterin. Die Beliehenen sollen von dem Weinberg dem Stift jedes Jahr zwischen dem 15. August und dem 8. September (zczwyschen den zweyn vnser Frauwen dagin genant zu latine Assumpcio vnd Nativitas) 2 Malter Roggen (kornes) Aschaffenburger Maß auf ihre Kosten nach Aschaffenburg liefern. Auch haben sie den Weinberg in gutem Kulturzustand zu halten. Dafür setzen sie dem Stift 12 Pfund Heller als Unterpfand ein. Diese lasten auf 0,25 [Joch] Weinberg auf dem Berg bei Obernburg neben Besitz des Vogtes und auf 0,25 [Joch] Weinberg an der Heldin neben Erlebecher. Bei Säumnis oder mangelhafter Bewirtschaftung der Weinberge können das Stift oder sein Amtmann den Weinberg samt dem Unterpfand einziehen. In diesem Fall steht den Beliehenen das Recht zu, das Unterpfand gegen Zahlung von 12 Pfund Heller wieder auszulösen.