Urkunde, 1384 April 27

Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg

Beschreibung

Johann von Michelstadt (Michelstad), Altarist am Altar Johannes des Täufers in der Pfarrkirche zu Miltenberg, bekennt: Er hat Dekan und Kapitel des Stifts Aschaffenburg einen Zins von 5,5 Pfund und 2 Schilling Heller Miltenberger Währung verkauft, der den Käufern jedes Jahr am 11. November (vff sant Mertins tag, der allirneest gefellet vor deme winter) zu entrichten ist. Der Zins gefällt von seinen Gärten vor der Stadt Miltenberg unterhalb der Steinbrücke bei der Kirche St. Laurentius, die an den Garten des Konrad Schellentreger stoßen. Die Käufer haben ihm dafür 11,5 Pfund Heller Miltenberger Währung bezahlt. Er hat ihnen daher den Zins vor dem Schultheiß, den Bürgermeistern, den Schöffen und dem Rat der Stadt Miltenberg übergeben. Außerdem hat er Dekan und Kapitel des Stifts Aschaffenburg einen jährlichen Zins von 2 Malter Roggen (korn), 2 Malter Hafer und 2 Sommerhühnern verkauft, der ihm bisher in dem Dorf Laudenbach (Ludenbach) entrichtet wurde, wie eine darüber ausgestellte Urkunde belegt, die er den Käufern übergeben hat. Diese haben ihm für jedes Malter 11,5 Pfund Heller Miltenberger Währung bezahlt und die beiden Hühner als Zugabe erhalten. Für diesen Zins sind folgende Unterpfänder eingesetzt: Alle Güter, die Sibot Schultheiß und seine Ehefrau Hille in Laudenbach besessen haben, die Güter des Heinrich Faud, die Güter des Heinrich Vere, die Güter des Woflin Rodermel, die Güter der alten Liutgard (Luke) zusammen mit den Gütern ihre Sohnes sowie alle Güter, die in den Hof des Stifts dort gehören, zusammen mit dem Hof.