Urkunde, 1384 Januar 21

Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg

Beschreibung

Der öffentliche Notar Gottfried Ernst von Hersfeld (Hersfeldia) beurkundet im Jahr 1384, in der siebten Indiktion, im siebten Jahr des Pontifikats Papst Urban VI., am 21. Tag des Monats Januar, um die Zeit der Nona, in Großostheim (Osteim): Vor ihm, den zugezogenen Zeugen und dem Landgericht, das durch den Zentgrafen Gerung, den Vogt Hermann und die Landschöffen Johann Sickenhofer und Konrad Manegolt von Großwallstadt (Walstad), Konrad Schultheiß (Schultheize) von Mömlingen (Mu/e/melingin), Hermann Hacke von Radheim (Rodin), Johann Simeler von Mosbach (Maspach), Johann Müller (Mu/o/ller) von Pflaumheim (Phlumheim), Heinrich Schönbrot (Scho/e/nebrot) von Ringenheim (Rynginheim), Siegfried Koch und Berthold Alker junior von Großostheim sowie Gerung, den Wirt zu Niedernberg (Nydirnborg), besetzt war, haben der Aschaffenburger Bürger Siegfried Bender und seine Ehefrau Hille für sich und ihre Erben, Peter Schildecker und seine Ehefrau Agnes für sich, Mechthild (Metcze), die Schwester der Agnes, und alle ihre Erben sowie Mechthild von Dieburg (Dyppurg) für sich und ihre Erben Dekan und Kapitel des Stifts Aschaffenburg eine jährliche Gült von 3 Malter Weizen (weyses) und 3 Malter Roggen (korns) Aschaffenburger Maß verkauft. Diese Gült gefällt von einer halben Hufe und ihren Zugehörungen in Dorf und Gemarkung Großostheim, die vormals Adelheid Treisin gehörte und nach deren Tod auf dem Erbweg an sie gefallen ist. Sie haben die Gült vor dem Landgericht aufgegeben. Darauf wurde der Präsenzmeister (presencionarius) des Stifts, der Stiftsvikar Nikolaus Walhuser, als Vertreter der Käufer von dem Zentgrafen Gerung in den Besitz der Gült gesetzt. Auf Bitte des Vikars hat der Notar die Sache beurkundet und darüber das vorliegende Notariatsinstrument ausgestellt.