Urkunde, 1397 Mai 2

Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg

Beschreibung

Der öffentliche Notar Philmann Bart von Bingen (Pingwia) beurkundet im Jahr 1397, in der fünften Indiktion, im achten Jahr des Pontifikats Papst Bonifaz IX., am anderen Tag des Monats Mai, um die Zeit der Prima: In seiner und der hinzugebetenen Zeugen Gegenwart erscheinen in dem Dorf Großostheim (Ostheim) unter der Linde vor dem Vogt (voyde) Hermann, dem Schultheißen Johann (Henne) Stork und den Schöffen Siegfried Koch, Peter Becker, Gerung Stork und Johann (Henchin) Stork Berthold Eberwin und seine Ehefrau Katharina. Sie verkaufen Dekan und Kapitel des Stifts Aschaffenburg einen Zins von 1 Pfund Heller und 1 Fastnachtshuhn mit seinen Rechten und Zugehörungen. Dieser Zins gefiel ihnen bisher von Haus, Hofstatt, Garten und Scheune des Peter Stork in Großostheim zwischen Peter Schutz und Johann Kerer. Sie haben diesen Zins mit Hand und Halmen vor den Schöffen aufgegeben und den Amtmann und Präsenzmeister (presencier) des Stifts Peter Spiegel als Vertreter der Käufer in seinen Besitz setzen lassen. Die Schöffen haben eidlich versichert, dass der Zins mit den erwähnten Gütern ausreichend abgesichert ist. Die Verkäufer haben dafür von den Käufern 15 Gulden erhalten. Auf Bitte des Peter Spiegel fertigt der Notar darüber ein Notariatsinstrument aus.