Urkunde, 1391 Mai 1

Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg

Beschreibung

Die Richter des Stifts Aschaffenburg beurkunden: Im Jahr 1391, in der 14. Indiktion, im zweiten Jahr des Pontifikats Papst Bonifaz IX., am ersten Tag des Monats Mai, um die Zeit der Prim hat vor dem Nikolauschor der Stiftskirche zu Aschaffenburg vor ihnen, dem öffentlichen Notar Gottfried Ernst von Hersfeld und den hinzugezogenen Zeugen Johann Kogilhud von Aschaffenburg zu seinem und seiner Eltern Seelenheil für die Präsenzen des Stifts Aschaffenburg einen Zins von 4 Schilling Heller Aschaffenburger Währung geschenkt. Dieser Zins gefällt jedes Jahr am 11. November (in festo beati Martini hyemali) und wurde dem Schenker bisher von dem Haus Zum Jungen Riesen in der Herstallstraße (in vico dicto der Herstal) in der Vorstadt von Aschaffenburg entrichtet. Er verzichtet nun auf alle seine Rechte an dem Zins und überträgt diesen dem Stift Aschaffenburg. Im Auftrag der Richter wurde von dem Notar darüber ein Notariatsinstrument ausgefertigt.