Beschreibung
Die Richter des Stifts Aschaffenburg beurkunden: Vor ihnen haben Heilmann Retz (Retzs) und seine Ehefrau Gerhus (Huse), Bürger zu Aschaffenburg, Johannes Rorig, Vikar des Stifts Aschaffenburg, einen jährlichen Zins von 2 Pfund Heller Aschaffenburger Währung verkauft. Der Zins gefällt von zwei Häusern vor der Burg in der Stadt Aschaffenburg, die derzeit Heinrich Brune bewohnt. Dieser soll auch den Zins jedes Jahr am 11. November (offe sente Mertines dag in deme winter gelegin) dem Stiftsvikar, seinen Erben oder wem dieser den Zins zu Lebzeiten oder testamentarisch vermachen wird entrichten. An die zwei Häuser mit ihren Hofstätten stößt auf der einen Seite das Haus des Stiftsvikars Heinrich Mores, auf der anderen Seite das Haus des Schelhart, das vormals Elisabeth Rupprecht gehört hat. Die Verkäufer haben dafür von dem Käufer 30 Pfund Heller Aschaffenburger Währung erhalten. Sie übernehmen daher die Gewährleistung (werschaft) für den verkauften Zins über Jahr und Tag, haben diesen vor den Richtern aufgegeben und den Käufer in seinen Besitz gesetzt.