Urkunde, 1321 März 4

Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg

Beschreibung

Dekan Heilmann Schwab von Aschaffenburg errichtet sein Testamtent und stiftet aus seinem Nachlass vor allem eine Vikarie, die er mit einer Gült von 30 Malter Roggen und 3 Pfund Hellern, Weinbergen und einem Haus dotiert, für die er seinen Verwandten, den Kleriker Johannes Kastel, präsentiert und deren Kollation er sich und seinem Brudersohn, dem Kanoniker Heilmann, reserviert und die nach beider Tod Dekan und Kapitel, bei Verzug um einen Monat dem Probst zustehen soll; außer zahlreichen anderen Legaten bestimmt er eine Summe von 150 Pfund Hellern zur Anschaffung einer Gült für die Präsenz, von der in der Adventszeit an die beim täglichen Hochamt anwesenden Kanoniker und Vikare je 1/2 Pfründe-Weißbrot verteilt werden soll; seine gesamten sonstigen Liegenschaften und Renten vermacht er zu gleichen Teilen den Kindern seines verstorbenen Bruders Konrad aus dessen erster und zweiter Ehe, von denen jedes seinem Bruder Hartmann auf Lebzeit jährlich 1 Pfund Heller zahlen muss; über seine gesamte Fahrnis, mit Ausnahme der seinem Neffen, dem Kanoniker Heilmann vermachten Bücher, sollen dieser und dessen Bruder Johannes als Testamentsvollstrecker bestimmen.