Beschreibung
Der öffentliche Notar Gottfried Ernst von Hersfeld (Hersfelde) beurkundet im Jahr 1385, in der neunten Indiktion, im achten Jahr des Pontifikats Papst Urban VI., am 20. Tag des Monats November, um die Zeit der Nona, in dem Dorf Mömlingen (Mummelingin) an dem Weg, wo gewöhnlich das Dorfgericht abgehalten wird: In seiner und der beigezogenen Zeugen Gegenwart erschienen Herdan von Alpach (Altbach), sein Sohn Wigand, der Edelknecht Johann Waldmann und dessen Ehefrau Elisabeth, Tochter des Herdan von Alpach, vor dem mit dem Schultheißen Konrad Kulmann und den Schöffen Johann Snerrer, Siegfried Snerrer, Konrad Schumann, Konrad Boppe, Johann Walde, Heinrich Stun, Jakob Funke, Johann von Hausen (Husen) und Ludwig (Luccze) Kubbin besetzten Dorfgericht zu Mömlingen. Sie haben bekannt, dass sie aus zwingenden Gründen an Dekan und Kapitel des Stifts Aschaffenburg für ihre Präsenzen alle aufgelisteten Güter und Zinsen verkauft haben. Sie haben einen Teil der Güter und Zinsen vor dem Gericht dem Schultheißen Konrad Kulmann aufgegeben. Dieser hat den Präsenzmeister (presencionarius) Hartmann von Bergen als Vertreter der Käufer in deren Besitz gesetzt. Den anderen Teil der Güter und Zinsen haben sie dem Schultheißen von Obernburg (Obirnborg) Konrad von Mömlingen aufgegeben. Dieser hat dann wiederum den Präsenzmeister in den Besitz dieses Teils der Güter und Zinsen eingesetzt. Der Notar bekennt, dass er diesen Verkauf in Form eines Notariatsinstruments beurkundet hat.