Beschreibung
Die Edelknechte und Gebrüder Richwin und Hermann Schelris erklären: Ihre Streitigkeiten mit dem Dekan Franz [von Amöneburg] und dem Kapitel des Stifts Aschaffenburg wegen einer Gült von 4 Malter Roggen (korngeldes) und eines Zinses von 22,5 Schilling Heller, die dem Stift bisher von der Vogtei (fodie) Mainaschaff (Aschaff) zugestanden haben, wurden auf folgende Weise gütlich beigelegt. Die Brüder sind künftig nicht mehr verpflichtet, dem Stift die Gült und den Zins zu entrichten. Dafür sollen sie dem Stift 40 Pfund Heller Frankfurter oder Mainzer Währung bezahlen, 20 Pfund Heller am kommenden 11. November (vff sante Martines dag nehest kumet in dem winther) und 20 Pfund Heller am 20. Dezember (zu Mittefasten darnach allernehest kumet). Geschieht dies nicht, so sollen die Gebrüder einen Knecht und ein Pferd in eine Herberge in Aschaffenburg schicken. Diese sollen dort solange Einlager halten, bis die ausstehende Rate bezahlt ist. Stirbt einer der Brüder vor Entrichtung der gesamten Summe oder zieht außer Landes, dann ist der andere Bruder für die Bezahlung des gesamten noch ausstehenden Betrages verantwortlich. Auch haben die Brüder dem Stift etwaige Gült- und Zinsrückstände zu erstatten.