Reitermaske vom orientalischen Typ

Archäologische Staatssammlung

Beschreibung

Reiterkampfspiele mit festgelegter Choreographie bildeten einen wichtigen Bestandteil des Trainings für berittene Verbände der römischen Armee im gesamten Imperium. In den eindrucksvoll inszenierten Spektakeln standen sich zwei Parteien gegenüber – jeweils in reich verzierte Paraderüstungen gekleidet. Dazu gehörten Gesichtshelme aus Bronze oder Eisen, zuweilen mit Helmbüschen aus hellem Haar, die den Kopf des Reiters vollständig einschlossen und schützten. An der Gestaltung der Gesichtsmasken und Frisuren ließ sich die Zugehörigkeit zu einer der beiden konkurrierenden Parteien ablesen: Eine Variante bildete der »Alexandertyp« in Anlehnung an die Porträtzüge des großen makedonischen Feldherren. Diesem stand der Typ mit hochtoupierter, feinlockiger Frisur gegenüber, der den »Orientalen« charakterisierte, wie hier in der Reitermaske aus Eining. Diese stammt aus dem 1975 beim Pflügen entdecken Depotfund mit zahlreichen zusammengepackten Teilen von römischen Paraderüstungen. Siehe auch Fotonummer sw_02821_a. Die Funddeponierung wurde 1975 beim Pflügen eines Feldes entdeckt. Die Fundstücke lagen zusammengesteckt, bzw. eng zusammengepackt ohne Behältnis im Boden.

Autor

Archäologische Staatssammlung München

Rechtehinweis Beschreibung

CC BY-NC-SA 4.0