Vollgriffschwert

Archäologische Staatssammlung

Beschreibung

Dieses Vollgriffschwert stellt eine Sonderform der frühurnenfelderzeitlichen Vollgriffschwerter dar. Es weist sowohl ornamentale als formale Merkmale von Achtkantschwertern, als auch vom Typ Riegsee auf. Eine genaue Zuordnung zu einem bestimmten Typ ist jedoch bisher nicht möglich. Das Schwert von Alteiselfing weist eine hellgrüne Patina auf, die jedoch teilweise so stark abgeblättert ist, dass die Verzierungen kaum noch zu erkennen sind. Die schilfblattförmige Klinge, bei diesem Exemplar unterhalb des Heftes abgestumpft, besitzt eine gewölbte Mittelrippe, die beidseitig von Linien begrenzt ist. Das Verbreitungsgebiet dieser Sonderform erstreckt sich von der nördlichen Schweiz und Württemberg über Bayern, Österreich bis in die Slowakei, Ungarn und Südpolen. Die meisten Schwerter stammen aus dem Gebiet zwischen Alpen und Donau, Lech und Salzach. Das Schwert aus Alteiselfing wurde 1851 beim Pflügen eines Ackers, einige 100 Schritt außerhalb des Dorfes an der Straße nach Thalham gefunden. Die Fundumstände lassen vermuten, dass es ursprünglich aus einem eingeebneten Grabhügel oder Flachgrab stammt. Siehe auch Fotonummer D 2013-013.

Autor

Archäologische Staatssammlung München

Rechtehinweis Beschreibung

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