Rundknaufschwert

Archäologische Staatssammlung

Beschreibung

Rundknaufschwert. Detailansicht des Griffes. Der Griff des Schwertes aus Preinersdorf weist eine äußerst ungewöhnliche Herstellungstechnik auf und ist somit bisher einzigartig in seiner Form. Das Heft wurde durch Überfangguss mit der Klinge verbunden. Anschließend wurden Griffstange und Knauf dünnwandig über einen Lehmkern auf das Heft gegossen. In der Knaufwandung befand sich ein größeres Loch, das durch einen Nachguss ausgebessert wurde. Nur durch eine Metallanalyse könnte festgestellt werden, ob Klinge und Heft ursprünglich zu einem anderen Schwert gehörten. Die stark ausgebauchte Griffstange, welche durch zwei horizontale Wulste betont wird, ähnelt in der Form der Typen Corcelettes und Riedlingen. Auf der Knaufoberseite befindet sich ein kreuzförmiges Muster, das noch bei einem norddeutschen Nierenknaufschwert aus Tangeln und bei einem ostfranzösischen Schwert (Typ Auvenier) aus Chavéria vorkommt. Siehe auch Fotonummer D 2012-1985 und KD 1999-945.

Autor

Archäologische Staatssammlung München

Rechtehinweis Beschreibung

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