Statuette eines Mannes (Rs.)

Archäologische Staatssammlung München

Beschreibung

Statuette eines Mannes. Sein einheitlich ungestalteter Körper ist von einem ovalen Querschnitt. Um die Hüften trägt einen geraden, kurzen Rock mit feiner vertikaler Schraffierung. Sein Kopf ist kahl und mit Kringelohren versehen. Die Augen und der Strichmund sind negativ eingetragen. Die rechte Hand ist vor die Brust gehoben, in der linken Hand hält er eine Lanze vor dem Körper, dessen Spitze sich um seine Stirn biegt. Die Beine des Mannes sind am Rocksaum abgebrochen. Weitere Ansicht siehe Fotonummer D 2015-230 und D 2015-232. Die Bronzestatuetten sind eines der kennzeichnendsten und am meisten wahrnehmbaren Elemente der Nuraghenkultur. Es handelt sich vor allem um kleine Statuetten unterschiedlicher Größen, die überwiegend Männer, aber auch Frauen, Tiere, Schiffs- und Nuraghenmodelle, Phantasiewesen, Miniaturnachbildungen von Gegenständen und Einrichtungen darstellen. Die Statuetten werden als Gaben angesehen, die die Gläubigen zum Heiligtum brachten und aufstellten um die Gunst der Gottheit zu erhalten. Sie entstanden wohl unter orientalischen Einfluss.

Autor

Archäologische Staatssammlung München

Rechtehinweis Beschreibung

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