Beschreibung
Münze des Tacitus (*um 200 - †276). Dargestellt ist die drapierte und gepanzerte Büste des Tacitus nach rechts blickend mit Strahlenkranz. Legende: IMP C M CL TACITVS AVG. Tacitus war von 275 bis zu seinem Tod 276 römischer Kaiser. Über seine Karriere ist nur bekannt, dass er 273 das Konsulat (höchstes ziviles und militärisches Amt der Ämterlaufbahn in der Römischen Republik) bekleidet hat. Nach der Ermordung Aurelians soll es eine Übergangregierung gegeben habe, da er keinen Nachfolger hinterlassen hatte. Die Senatoren bestimmten Tacitus einen angesehenen Standesgenossen, der nach einer Militärlaufbahn Mitglied des Senats geworden war, zum neuen Kaiser. Die Soldaten folgten dem Vorschlag des Senats und riefen Tacitus zum Kaiser aus. Tacitus soll zu diesem Zeitpunkt, für damalige Verhältnisse, bereits ein hohes Alter gehabt haben. Die Wahl des Tacitus war vermutlich mehr um eine Verlegenheitslösung. Bald nach dem er den Thron bestiegen hatte kam es wieder zu Grenzkämpfen, als germanische Stämme, die Goten und Heruler, von nördlich des Schwarzen Meeres nach Kleinasien eindrangen. Tacitus ging gegen die Stämme vor und errang vermutlich im Frühsommer 276 einen Sieg über sie, woraufhin er den Titel Gothicus Maximus annahm. Kurz darauf starb er. Florianus sein (Halb-)Bruder folgte Tacitus für kurze Zeit auf den Thron nach. Weitere Ansicht siehe Fotonummer D 2017-371.
Autor
Archäologische Staatssammlung München