Zwei Lorbeerdolche

Archäologische Staatssammlung

Beschreibung

Der Dolch weist ein kurzes konvex geschwungenes Blatt mit leichter Mittelrippe und vier unregelmäßigen Rillen auf. Der Griff besitzt einen länglichen Knauf und ist mit netzartigen Stegen und Buckel verziert. Die sog. Lorbeerdolche mit ihrer charakteristischen Blattform sind in Iran mit zahlreichen Beispielen belegt. Ihre Datierung orientiert sich an Beispielen aus Edelmetall aus den Königsgräbern von Ur. Die Form belegt die Beziehungen der Kulturen Irans und Mesopotamiens. Unterschiedlich ist lediglich die Ornamentierung der Griffe. Die Buckel imitieren möglicherweise die Goldnägel, welche die Exemplare aus Ur zieren. In Luristan entstehen aber durch sie eigenständige Muster, kombiniert mit anderen Zierelementen wie geraden oder sich überkreuzenden Stegen. Das Vorkommen in Luristan ist belegt durch einen Grabfund in Takht-i Khan.

Autor

Archäologische Staatssammlung München

Rechtehinweis Beschreibung

CC BY-NC-SA 4.0