Eros-Anhänger

Archäologische Staatssammlung

Beschreibung

Die kleine, aus Gold gegossene, Statuette stammt aus der Sammlung Marie-Luise und Dr. Thomas Dexel. Sie zeigt einen geflügelten Knaben in phrygischer Tracht (typische spitze Mütze und geknöpfte Hose). Sie stellt Eros dar in einer Tracht, die sonst für Attis üblich ist, eine orientalische Gottheit der Wiedergeburt und Auferstehung im Gefolge der Kybele. Über dem Kopf hält Eros eine kahlköpfige Theatermaske. Eroten waren als Anhänger an Schmuckstücken äußerst beliebt. Dabei sind sie unterschiedlich charakterisiert. Sie halten Toilettengegenstände in Händen und demonstrieren so ihre Zugehörigkeit zum Bereich der Aphrodite. Manchmal führen sie Musikinstrumente mit sich oder andere Attribute der Musen wie hier die Theatermaske. Mittels einer Öse am Kopf konnte das Figürchen angehängt werden. Am häufigsten wurden Erotenanhänger als Verzierung von Ohrringen verwendet. Dabei finden sich auch Beispiele von Eroten in phrygischer Tracht. Vergleichbare Stücke wurden syrischen Werkstätten zugeschrieben, wo die Ikonographie eines syro-hellenistischen Attis als Mischung mit Eros verständlich wäre. Die Datierung dieser Parallelen durch Grabfunde beweist eine Zuordnung in das 1. Jahrhunderts v. Chr.

Autor

Archäologische Staatssammlung München

Rechtehinweis Beschreibung

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