Gürtelschnalle mit Durchbruchsarbeit

Archäologische Staatssammlung München

Beschreibung

Die Gürtelschnalle stammt aus der Sammlung Marie-Luise und Dr. Thomas Dexel und setzt sich aus drei Teilen zusammen. Dem ovalen vorne eingezogenen Schnallenbügel, dem profilierten vorkragenden Dorn und dem langen U-förmigen Beschlag. Mit einem Scharnier sind diese Teile miteinander verbunden. Mittels zweier vertikaler Ösen auf der Rückseite des Beschlags konnte die Schnalle am Lederriemen des Gürtels befestigt werden. Die Oberseite des Beschlags ist in Durchbruchsarbeit verziert und auf eine massive Platte gleicher Form montiert. Die Darstellung mag sich in ihrer überaus abstrahierten Form von einer Tierkampfszene ähnlicher Gürtelschnallen ableiten lassen, allerdings mit der Veränderung, dass hier rechts noch eine Traube zu sehen ist. Vermutlich weist auch sie auf den christlichen Charakter des Stückes, der bei den erwähnten Schnallen durch den Sieg Christi über den Teufel (symbolisiert durch den Tierkampf) dargestellt wird und den Träger unter göttlichen Schutz stellen soll.

Autor

Archäologische Staatssammlung München

Rechtehinweis Beschreibung

CC BY-NC-SA 4.0