Ohrring mit Goldkugeln

Archäologische Staatssammlung

Beschreibung

Der Ohrring stammt aus der Sammlung Marie-Luise und Dr. Thomas Dexel. Sechs hohle Schmuckkugeln sind durch kleine Stege aneinander gelötet und im Halbkreis gebogen, zudem noch auf einen halbkreisförmigen Golddraht aufgezogen. Die einzelnen Kugeln bestehen aus sechs runden Scheiben, jede mit drei gekerbten konzentrischen Leisten und einer zentralen Goldkugelpyramide verziert. Oben schließt ein Golddrahtbügel den Kreis, an einer Seite durch ein Scharnier verschließbar, das an einem Zierstück mit einer Art Doppelvolute ansitzt. In einer kleinen Öse an der gegenüberliegenden Seite des Bügels bewegt sich ein kleiner Eisenring. Auf einen Bügel aufgereihte Goldkugeln sind typisch für die islamische Goldschmiedekunst, wobei der Typus sicherlich aus dem römischen über das byzantinische Schmuckrepertoire abgeleitet ist. Die Öse am Bügel und das eigenartige Zierstück unter dem Scharnierverschluss finden sich bei seldschukischen Parallelen aus dem Nord-Iran.

Autor

Archäologische Staatssammlung München

Rechtehinweis Beschreibung

CC BY-NC-SA 4.0