Beschreibung
Die rechtsläufig S-förmige Fibel stammt aus der Sammlung Marie-Luise und Dr. Thomas Dexel. Die Enden sind als Raubvogelköpfe mit heruntergebogenem Schnabel und Schnabelwulst gebildet. Im Zentrum ist ein rechteckiger flacher Almandin eingelegt, die Vogelaugen sind runde Almandine. Die Flächen dazwischen zieren Längsrippen. Die Fibeln wurden oft paarweise getragen. Der Fibeltypus wurde von den Langobarden in Westungarn ausgebildet und begegnet dort häufig in Gräbern. Nach der Auswanderung der Langobarden von Ungarn nach Italien 568 n. Chr. war er wohl aus der Mode gekommen, da er in Italien nur noch selten anzutreffen ist. Die Verbreitung reicht weit donauaufwärts bis in das obere Donautal.
Autor
Archäologische Staatssammlung München