Griechischer Goldring

Archäologische Staatssammlung München

Beschreibung

Der massiv aus Gold geschmiedeter Ring mit ursprünglich ovaler Öffnung stammt aus der Sammlung Alain Ollivier. Die flachgeschmiedete Siegelfläche in spitzovaler Form bildet die obere Ringmitte und zeigt in Schienenrichtung eingraviert und gepunzt eine Sphinx auf einer Standlinie im Profil nach rechts. Der hochstehende Schwanz mit eingerolltem Ende und die hochgestellten Flügel füllen die Siegelfläche nahezu aus. Beim Tragen hat der Fingerring vermutlich irgendwann einseitig einen Schlag bekommen. Die spitzovale Siegelfläche erinnert an archaische Ringe des 5. Jh. v. Chr., die Schienenform ist aber später zu datieren ebenso wie der Stil der Gravur, beide gehören ins 4. Jh. v. Chr. Sphingen waren ursprünglich als Symbol königlicher Macht an Tempeleingängen der Ägypter dargestellt, später entwickelten sie sich zu Grabwächtern. Am Finger getragen sollte die Sphinx eventuell den Träger vor dem Tode schützen oder nur eine schmückende Funktion haben.

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Archäologische Staatssammlung München

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