Griechischer Ring

Archäologische Staatssammlung München

Beschreibung

Der aus Gold geschmiedete Ring stammt aus der Sammlung von Alain Ollivier. Auf dem Ringkopf ist im Hochoval die Göttin Aphrodite auf einem Klismos sitzend mit leicht gedrehtem Oberkörper eingepunzt und graviert. Ihr rechter Arm hängt im Halbprofil über der Rückenlehne des Stuhls. Die Umrisse ihres Körpers scheinen durch ihren Chiton und Himation. Der Kopf mit hochgestrecktem Haar, das im Nacken eingerollt ist, hat sie im Profil nach rechts leicht nach unten gesenkt. Sie trägt eine Halskette und ein kaum zu erkennendes Ohrgehänge. Vor ihr springt der nackte Eros mit Flügeln hoch und hält über das nach unten gesenkte Haupt der Göttin einen Kranz wie eine Krone. Mit der anderen Hand scheint er sich wohl an der Stuhllehne abzustützen. Aphrodite wurde als Göttin des Schönheit, der Sinnlichkeit und der geschlechtlichen Liebe verehrt und ihr Sohn Eros als Gott der Liebe. Zum Hellenismus hin wird er als nackter junger Knabe dargestellt, eine Vorstellung, die ihm bis in die Neuzeit als Putto erhalten geblieben ist. Das Motiv der Aphrodite mit Eros war in der Glyptik des 5. Jh. und 4. Jh. v. Chr. beliebt geworden. Fingerringe aus dieser Zeit zeigen die Göttin als Muttergottheit mit ihrem tändelnden Kind.

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Archäologische Staatssammlung München

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