Siamesischer Goldring

Archäologische Staatssammlung

Beschreibung

Ein aus massivem Gold geschmiedeter Reif mit umlaufend eingefassten Steinen in ovalem Cabochonschliff. Der Ring stammt aus der Sammlung von Alain Ollivier. Eingefasst sind Rubin, Karneol, Smaragd, Rubin, Saphir, Chalzedon, Rubin, Chrysoberyll-Katzenauge, Smaragd. Leicht erhaben stehen die Cabochonsteine aus ihren Fassungen, die wie schmale rahmende Goldkanten wirken. Flächendeckend überzieht rotes Email den Reif, das zugleich den Hintergrund bildet zu den friesartig verlaufenden grün emaillierten Lotusblüten, alternierend mit steinimitierenden Emailpünktchen. Die Kombination der Emailfarben Rot und Grün in Verbindung mit Weiß erinnert an indische Goldschmiedearbeiten der Moghul-Periode des 17. und 18. Jhs. Die Zusammenstellung der Farben erscheint bereits in der Architektur des 17. Jhs. in Indien und findet ein wenig später im 18. Jh. weiten Anklang in der Goldschmiedekunst des indischen Subkontinents.

Autor

Archäologische Staatssammlung München

Rechtehinweis Beschreibung

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