Testament der Margret von Geiselhöring, Bürgerin von Straubing, 18.12.1396

Stadtarchiv Straubing

Beschreibung

Margret, die Witwe des Martein von Geiselhering (Geiselhöring), tätigt, nach Rat der Bürger vom Rat zu Straubing und nach Rat von Jacob dem Sporär, ihrem Beichtvater, Fridreich dem Hünermair, Stephan dem Haüsmettinger, Albrecht dem Gastknecht, Peter dem Mautnär, Stephan dem Slegel, Stephan dem Stümmlein, ihrem Schwiegersohn, und Paulsen dem Gerhart, ihrem Schwager, ihren letzten Willen. Sie stiftet ihre 2 Höfe zu Gräussing (Greißing) für eine ewige Frühmesse zu St. Peter in Geiselhöring und bestimmt über Rechte und Pflichten der Messkapläne. Ist die Messe in Geiselhöring nicht möglich, soll sie in Haindling stattfinden. Falls sie dort auch nicht stattfinden kann, soll der Rat der Stadt Straubing entscheiden, wo die Messstiftung stattfindet. Zum Bau des Karmelitenklosters spendet sie ihr großes Bett. Ihrer Nichte vermacht sie u.a. die Äcker zu Gräussing, etc.

Siegel: Das kleine Siegel der Stadt Straubing zeigt einen dreieckigen Schild unter einem gotischen Baldachin. Auf dem Schild sieht man die bayerischen Rauten, den Pflug mit Rädern und eine Lilie. Das Siegel Albrecht des jungen Gastknecht zeigt einen mit 3 über die Querteilung emporragenden Pfählen gequerten Schild. Auf dem Turnierhelm befindet sich ein Spitzhut mit Federbusch. Die Umschrift lautet: "s alb ti gastchnechti minoris". Das Siegel Fridreich des Chnalling zeigt im schräggestelltem Schild ein gleichseitiges Dreieck, dreireihig gespickelt. Am Stechhelm sieht man die Wappenbilder des Schildes.