Hanns Pruckner, Bäcker und Bürger von Straubing, und Steffan Lechner, Bäcker und Bürger von Straubing, errichten als Geschäftsherrn des verstorbenen Bäckers und Bürgers von Straubing, Symon Gartner, eine ewige Messstifung auf dem mittleren Altar vor dem Chor von St. Jakob, 28.04.1490

Stadtarchiv Straubing

Beschreibung

Hanns Pruckner, Bäcker und Bürger von Straubing, und Steffan Lechner, Bäcker und Bürger von Straubing, errichten als Geschäftsherrn des verstorbenen Bäckers und Bürgers von Straubing, Symon Gartner, eine ewige Messstifung auf dem mittleren Altar vor dem Chor von St. Jakob. Der Altar ist den Heiligen Antonius und Florian geweiht und den Meisterbäckern zugeeignet. Für diese Stiftung geben die Aussteller 6 Pfund Regensburger Pfennige jährliche Gült aus 2 Höfen in Obernholtz und einer Sölde in Alburg, die dem Gotteshaus Walderbach gehört. 1 Pfund aus dieser Gült wurde zu 20 Pfund Regensburger Pfennigen auf ewigen Wiederverkauf erkauft. Weitere Einnahmen zu dieser jährlichen Gült stammen u.a. aus 4 Tagwerk Wiese, von denen 2 Lehen der Straubinger Zeche sind. Dort werden 9 Schilling 10 Regenburger Pfennige abgeführt. Aus einer Sölde in Rott stammen 5 Schilling Regensburger Pfennige Ewiggeld, 4 Hühner und 6 Semmeln und aus einem Gut in Nidernsuntzing (Niedersunzing) stammen 1 Schaff Korn, 1 Schaff Hafer, 2 Hühner, 1 Gans und 30 Eier. 3 Pfund Regensburger Pfennige stammen aus dem Handwerk der Bäcker, die in der Handwerksbüchse gesammelt werden. Aus all diesen Einnahmen soll der Propst Messbücher, Messgewänder, Oblaten, Opferwein, etc. finanzieren. Wird eine Gült verkauft, hat der Messkaplan dafür zu sorgen, dass der Erlös für die Stiftung angelegt wird. Zu Lehensherrn der Stiftung werden der Kämmerer der Stadt Straubing und die 4 Meister des Bäckerhandwerks eingesetzt. Von ihnen soll als erstes der Priester Virgil Gartner zum Messkaplan bestimmt werden.