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Nachlass Oskar Horn (1841-1909) - Cgm 6536-6540

Dieser Nachlass gehört zur Sammlung "Nachlässe" aus dem Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek.

Einem Studium der Philosophie und Geschichte in München schloss Oskar Horn (1841-1908) eine Promotion in Philosophie an. Im Anschluss war er als Journalist und Schriftsteller tätig. Während seine literarischen Bemühungen jedoch von vergleichsweise wenig Erfolg geprägt waren, gelang es Horn im journalistischen Milieu besser Fuß zu fassen. 1864 war Horn Redaktionsmitglied der Allgemeinen Zeitung, vier Jahre später gründete er das Süddeutsche Sonntagsblatt in Regensburg. 1869 wurde er Redakteur der Süddeutschen Presse, 1872 schließlich Chefredakteur der Norddeutschen Zeitung. Wie viele andere seiner Zeitgenossen gehörte Horn den "Krokodilen" an, einem Münchner Dichterkreis, der zwischen 1856 und 1883 bestand und sich einer klassizistisch-idealistischen Poetik verschrieben hatte (vgl. Cgm 6539).

Der Nachlass Oskar Horns ist vor allem im Hinblick auf die Tätigkeiten und die Struktur des Dichterkreises "Die Krokodile" interessant. Dadurch, dass Horn bei den "Krokodilen" längere Zeit das Amt eines Schriftführers, Bücherwarts und Kassenführers bekleidet hatte, haben sich in seinem Nachlass ein Protokoll-, ein Rechnungsbuch sowie diverse Schriftstücke aus diesem Kontext erhalten. Das Rechnungsbuch enthält u.a. Sitzungsberichte, Skizzen und Ausgabenaufstellungen.

Teile des Nachlasses wurden für bavarikon digitalisiert und sind hier zugänglich: