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Kontakt

Deutsches Medizinhistorisches Museum
Anatomiestraße 18-20
85049 Ingolstadt

Telefon: +49 (0)841/3052860
Fax: +49 (0)841/3052866
E-Mail: dmm@ingolstadt.de

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Deutsches Medizinhistorisches Museum

Das Deutsche Medizinhistorische Museum ist ein Museum der Stadt Ingolstadt. Das barocke Gebäude, in dem das Museum untergebracht ist, war ursprünglich im Jahr 1723 für die anatomische Lehre an der bayerischen Landesuniversität errichtet worden. Es handelte sich dabei um den ersten Neubau für die Anatomie im deutschen Sprachraum überhaupt. Bis zur Verlegung der Universität nach Landshut im Jahr 1800 diente es der anatomischen und botanischen Lehre und Forschung.

Im Zuge der Jubiläumsfeierlichkeiten zur 500-Jahr-Feier der Universität Ingolstadt-Landshut-München im Jahr 1972 wurde die "Alte Anatomie" von der Stadt Ingolstadt erworben und in den ursprünglichen Zustand zurückgebaut. Auf Initiative von Professor Heinz Goerke (1917-2014), Ordinarius für Medizingeschichte an der LMU München, eröffnete man darin im Jahr 1973 das erste medizinhistorische Museum der Bundesrepublik.

1992 erfolgte im Rahmen der Landesgartenschau die Anlegung des Arzneipflanzengartens auf dem historischen Ort des akademischen Hortus medicus. Der von der damaligen Direktorin, der Apothekerin und Pharmazie- und Medizinhistorikerin Christa Habrich (1940-2013), festgelegte Bepflanzungsplan gruppiert die Pflanzen unter modernen wissenschaftlichen Gesichtspunkten nach ihren arzneilich wirksamen Inhaltsstoffen.

Im Jahr 2008 wurde in einem angemieteten Raum in einem an den Arzneipflanzengarten angrenzenden Gebäude ein ca. 100 qm großer Ausstellungsraum "Medizintechnik" eröffnet. Das zentrale Objekt dieser Ausstellung ist die in München entwickelte, weltweit erste Anlage zur Extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie aus dem Klinikum Großhadern, die zum Zertrümmern von Nierensteinen diente.

2016 erhielt das barocke Museumsgebäude eine Erweiterung durch einen modernen Anbau des Berliner Architekten Volker Staab mit Foyer, Ausstellungsraum, Seminarraum, Depot, Bibliothek, Verwaltungsräumen und einem Museumscafé, das im Sommer als Gartencafé den Arzneipflanzengarten bespielt. Gleichzeitig wurde die Alte Anatomie für die Besucher geschlossen, um die Haustechnik zu sanieren und anschließend eine neue Dauerausstellung einzurichten. Die Eröffnung ist für Frühling 2019 geplant.

Sammlungen des Deutschen Medizinhistorischen Museums in bavarikon