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Museum für Franken
Staatliches Museum für Kunst- und Kulturgeschichte in Würzburg
Festung Marienberg
Oberer Burgweg
97082 Würzburg

Telefon: +49 (0)931/20594-0
Fax: +49 (0)931/20594-56
E-Mail: Sekretariat@museum-franken.de

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Museum für Franken – Staatliches Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Würzburg

Seit 1913 gab es das Fränkische Luitpoldmuseum in der Maxstraße. Nach der Zerstörung des Hauses 1945 ließ Max H. von Freeden ab 1946 auf der Festung Marienberg das Mainfränkische Museum entstehen. Hanswernfried Muth, Hans-Peter Trenschel und Claudia Lichte haben es als seine Nachfolger weiterentwickelt.

Ursprünglich eine Einrichtung der Stadt, wurde das Haus von 2003 bis 2016 von der Stadt Würzburg und der Kulturstiftung des Bezirk Unterfranken in Form eines Zweckverbandes getragen. Seit Januar 2017 befindet es sich in der Trägerschaft des Freistaats Bayern. Unter dem Namen "Museum für Franken – Staatliches Museum für Kunst- und Kulturgeschichte in Würzburg" und unter der Leitung von Erich Schneider soll das Museum nun ganz Franken inklusive der Geschichte Würzburgs im Blick haben und seine Sammlung bis in die Gegenwart erweitern.

Archäologie

Die archäologische Sammlung führt mit über 1000 Exponaten von der Altsteinzeit bis ins späte Mittelalter. Der Fund einer Menschenzahn-Kette ist einzigartig für den Kult und das Totenbrauchtum der Jungsteinzeit. Hervorzuheben sind auch die reichen Hortfunde der Urnenfelderzeit sowie das bedeutendste Stück der Sammlung: die bronzene Miniaturausführung eines Kesselwagens aus der Zeit um 1000 v. Chr.

Tilman Riemenschneider

Die Skulpturen Tilman Riemenschneiders bilden das Zentrum der Sammlung. Als bedeutender Bildschnitzer und Bildhauer der deutschen Spätgotik, betrieb er zwischen 1485 und 1531 in Würzburg eine große Werkstatt. Mit rund 80 Skulpturen, Reliefs und anderen Arbeiten besitzt das Museum für Franken die weltweit umfassendste Riemenschneider-Sammlung. Alle Tätigkeitsfelder sind vertreten: Bauplastik aus Stein, hölzerne Altarfiguren, kleinplastische Arbeiten und profane Werke.

Stadtgeschichte

Die Stadtgeschichtliche Abteilung des Museums für Franken ist seit 1992 in das Fürstenbaumuseum der Festung Marienberg integriert und behandelt die Geschichte Würzburgs ab dem 8. Jhd. Hervorzuheben sind die beiden Großmodelle der Stadt, die einmal "Würzburg um 1525" und einmal die zerstörte Innenstadt nach dem 16. März 1945 zeigen.

Kunsthandwerk

Sammlungshöhepunkte sind die Möbel des Hofschreiners Carl Maximilian Mattern sowie die Fayence-Sammlung. Die große Anzahl Ansbacher Fayencen der "Grünen Familie" und hervorragenden Beispielen Nürnberger Hausmalerkrüge stechen hervor. Schmiedearbeiten aus der Residenz von Johann Georg Oegg und die Uhrensammlung mit Berühmtheiten wie der Türmeruhr, deren älteste Teile aus dem 14. Jahrhundert stammen, sind ebenfalls zu erwähnen.

Grafik

Die grafische Sammlung ist vor allem topografisch ausgerichtet. Detail- und Gesamtansichten Würzburgs vom 15. bis ins 19. Jhd. sind fast lückenlos vorhanden. Der wichtigste Komplex ist die Plansammlung Eckert aus dem Baubüro Balthasar Neumanns. Ansichten Frankens aus dem 19. Jahrhundert, und Dokumente zur Zerstörung Würzburgs 1945 bilden einen weiteren Schwerpunkt.

Ausstellungen des Museum für Franken in bavarikon