Briefe von Ludwig Ganghofer an Helene Raff

Der in Kaufbeuren geborene Schriftsteller, Feuilletonist und Dramaturg Ludwig Ganghofer (1855-1920) hatte von 1894 an seinen Hauptwohnsitz in München, wo er 1897 den 1. Vorsitz der Münchner Literarischen Gesellschaft übernahm. 1896 erwarb er das Jagdhaus Hubertus im Gaistal. Als erfolgreicher Unterhaltungsschriftsteller mit idealisierender Volksromantik und nationaler Gesinnung zählt Ganghofer zu den meistverfilmten Autoren des deutschsprachigen Raums.

Die Raffiana VI enthalten Briefe und Karten Ganghofers an Helene Raff (1865-1942), darunter auch einen Brief vom 26. Juli 1914, worin er ihr Jungmädchenbuch Regina Himmelschütz (1913) rezensiert: "Es setzt ein bißchen zögernd ein, aber mit der beginnenden Wanderschaft des lieben, feinen Mädels kommt ein großer Zug, der den Leser nimmer ausläßt." Das Buch handelt von einer Bauerntochter, die erst nach langer, schwerer Lehrzeit ihren Anspruch aufs Zuhausebleiben erwirbt, und stellt ein Gegenmodell zu Emmy von Rhodens (1829-1885) Klassiker der Mädchenliteratur, Der Trotzkopf (1885), dar.

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