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Augustinerbibliothek Münnerstadt
Klostergasse 10
97702 Münnerstadt

Telefon: 0931/3097-308 od. 309
Fax: 0931/3097-304
E-Mail: bibliothek.mue@augustiner.de

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Augustinerbibliothek Münnerstadt


Die Augustinerbibliothek Münnerstadt befindet sich seit 2014 in der Trägerschaft der Bayerisch-Deutschen Provinz der Augustiner. Mit einem Bestand von ca. 70.000 Bänden handelt es sich um eine ab dem Jahr 1652 historisch gewachsene Klosterbibliothek, die mit der Übernahme des von Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn gegründeten Gymnasiums durch die Augustiner-Eremiten im Jahre 1685 fortan zugleich als Lehrerbibliothek diente.

Aufgrund der Literatur aus fast allen Wissensgebieten entwickelte sie sich darüber hinaus zu einer Universalbibliothek und war vom 17. bis zum 19. Jahrhundert – neben der Universitätsbibliothek Würzburg – die bedeutendste Bibliothek in Unterfranken. Von der Vorgängerbibliothek (Liberey) des 1279 gegründeten Klosters St. Michael ist infolge der Bauernkriege nichts erhalten.

Aus dieser Doppelfunktion für das Kloster und das Gymnasium resultiert die etwa hälftige Teilung in theologische und weltliche Literatur, die 50 Sachgruppen umfasst und sich gleichermaßen in den 1.290 Zeitschriftentiteln widerspiegelt.
Große Bestandserweiterungen erfolgten vor allem während der Aufklärung, als das Gymnasium der Augustiner – als Gegengewicht zu den Jesuiten in Würzburg – überregionale Strahlkraft entfaltete, sowie im 19. Jahrhundert während seiner Entwicklung zur sogenannten "Rhön-Universität".

Etwa 1.400 Bände stammen aus dem Besitz des Augustiners und Gelehrten Possidius Zitter (1723-1802), der jahrzehntelang als Rektor des Gymnasiums, aufgeklärter Pädagoge, Schriftsteller und Seelsorger in Münnerstadt wirkte.
Weitere die Bibliothek prägende Persönlichkeiten waren die Augustiner Prosper Fritzmann (1775-1846), Alois Braun (1811-1887) und Clemens Hutter (1829-1892) als Verfasser der Bandkataloge, Hieronymus Schneeberger (1835-1897), Vinzenz Schneider (1846-1913), Matthäus Zimmermann (1873-1959), schließlich Adolar Zumkeller (1915-2011) als Initiator der Sondersammlungen für Handschriften, Inkunabeln, Frühe Drucke und Rara.

Da die Klosterbibliothek während der Säkularisation nicht aufgelöst wurde, hat sich die Geschlossenheit der Büchersammlung einschließlich der Spuren der Leserschaft von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis heute bewahrt. Als Folge der Säkularisation sind vielmehr etliche Bände aus Bibliotheken aufgehobener Klöster nach Münnerstadt gelangt.

Seit 2013 wurden und werden zahlreiche Projekte zum Bestandserhalt und zur Bestandserschließung begonnen und teilweise bereits abgeschlossen, um die Augustinerbibliothek Münnerstadt der Fachwelt wie auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Sammlungen der Augustinerbibliothek Münnerstadt in bavarikon