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Österreichisches Staatsarchiv
Nottendorfer Gasse 2
A-1030 Wien

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Österreichisches Staatsarchiv

Das Österreichische Staatsarchiv verwahrt, erschließt und sichert mit seiner reichen archivalischen Überlieferung aus über 1.000 Jahren österreichischer Geschichte wertvollstes Kulturgut von gesamteuropäischer Bedeutung.

Das Österreichische Staatsarchiv umfasst vier Archive:

  • das Allgemeine Verwaltungsarchiv/Finanz- und Hofkammerarchiv
  • das Archiv der Republik
  • das Haus-, Hof- und Staatsarchiv
  • das Kriegsarchiv

Das Allgemeine Verwaltungsarchiv/Finanz- und Hofkammmerarchiv (AVAFHKA) zeugt von einer komplexen Geschichte und Struktur: ein Konglomerat, das seit seinen Anfängen über Jahrhunderte aus verschiedenen Archiven der Zentralverwaltung zu seiner heutigen Ausdehnung anwuchs. Den Kern des Allgemeinen Verwaltungsarchivs bildete das Archiv des Inneren und der Justiz, später kamen das Unterrichtsarchiv, das Archiv des Handelsministeriums, das Adelsarchiv – eigentlich die Gratialregistratur des Innenministeriums – ein Teil des Verkehrsarchivs, mehrere Familienarchive, eine große Anzahl Nachlässe und Sammlungen sowie die "Audiovisuelle Sammlung" dazu. Die Fusion mit dem Finanz- und Hofkammerarchiv 2006 setzte den vorläufigen Schlusspunkt in dieser Entwicklung.

Das Archiv der Republik ist als einzige Abteilung des Österreichischen Staatsarchivs hauptverantwortlich zuständig für die Sichtung, Bewertung, Skartierung, Übernahme und Verwahrung, die Sicherung, Erhaltung und Instandsetzung sowie für die Erschließung der zeitgenössischen Aktenbestände der österreichischen Bundesverwaltung. Ein wesentliches Element ist die durch den unikalen Charakter von Archivgut bedingte Wahrung der Rechtssicherheit des Staates (Staatsurkunden, legislatives Schriftgut etc.). Gemäß den rechtlichen Grundlagen umfasst dies das analoge wie digitale Schriftgut der obersten Behörden (Präsidentschaftskanzlei, Höchstgerichte), sämtlicher Ministerien, deren nachgeordneten Dienststellen in ganz Österreich sowie aller Bundesdienststellen in den Ländern.

Das Haus-, Hof- und Staatsarchiv ist als einzige Abteilung des Österreichischen Staatsarchivs in einem historischen Archivgebäude am Wiener Minoritenplatz untergebracht. Zeitlicher Schlusspunkt seiner Archivbestände ist das Ende der Habsburgermonarchie im Jahr 1918. Das älteste Dokument, eine Urkunde Kaiser Ludwigs des Frommen, stammt aus dem Jahr 816.

Die Aktenbestände zu "Haus", "Hof", "Staat" und "Reich" werden ergänzt durch zahlreiche Herrschafts- und Familienarchive und private Schriftennachlässe sowie diverse Sammlungen, darunter eine bedeutende, sehr umfangreiche Urkundensammlung. Weitere Sammlungen umfassen Siegelabgüsse und -stempel, Handschriften sowie Pläne und Karten. Insgesamt werden auf 16.000 Laufmetern 130.000 Geschäftsbücher und Aktenkartons, 75.000 Urkunden, 15.000 Karten und Pläne und etwa 3.000 Handschriften verwahrt.

Das Kriegsarchiv umfasst etwa 180.000 Aktenkartons und 60.000 Geschäftsbücher auf zirka 50 Regalfachkilometern und darf den Anspruch erheben, das mit Abstand bedeutendste Militärarchiv Mitteleuropas zu sein. Seine Kartensammlung mit über 600.000 Karten und Plänen ist die größte Österreichs. Hinzu kommt eine Sammlung von etwa 400.000 Bildern.

Die Geschichte eines geordneten Militärarchivwesens setzt in der Habsburgermonarchie mit dem Jahr 1711 ein, als Kaiser Joseph I. die Schaffung einer Archivarsstelle beim Hofkriegsrat, der obersten Zentralbehörde für das habsburgische Kriegswesen, anordnete. Das Kriegsarchiv ist heute ein "historisches Archiv". Das hier verwahrte Behördenschriftgut endet mit wenigen Ausnahmen mit dem Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie 1918. In den Sammlungen des Kriegsarchivs hingegen stellt das Jahr 1918 keine wirkliche Zäsur dar.

Ausstellungen unter Beteiligung des "Österreichischen Staatsarchiv" in bavarikon