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Universität Trier
FB III – Arye Maimon-Institut
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Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden

Das Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden (AMIGJ) ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Universität Trier. Gegründet wurde es 1996/97 von Alfred Haverkamp (1937–2021), Professor für mittelalterliche Geschichte. Benannt ist es nach dem deutsch-israelischen Historiker Arye Maimon (geboren 1903 als Herbert Fischer, gest. 1988). Das AMIGJ widmet sich der Erforschung der Geschichte der Juden vornehmlich in Mittel- und Westeuropa mit Schwerpunkten im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit.

Das AMIGJ widmet sich der Erforschung der Geschichte der Juden vornehmlich in Mittel- und Westeuropa mit Schwerpunkten im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. Dabei stützt es sich besonders auf die archivalisch in verschiedenen Sprachen überlieferten Quellen. Es organisiert seine Forschung in Drittmittelprojekten und war bereits an zahlreichen Forschungsverbünden der Universität Trier beteiligt. Das Institut unterhält eine Spezialbibliothek und eine umfangreiche Quellendokumentation. Gemeinsam mit der Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte der Juden e. V. (GEGJ) gibt es die Reihe "Forschungen zur Geschichte der Juden" heraus.

Wesentliche Forschungsbeiträge des AMIGJ beziehen sich auf:
- die Siedlungsgeschichte der Juden im mittelalterlichen Reichsgebiet und in den daran angrenzenden Gebieten (vgl. den Überblick im kommentierten Kartenwerk, 2002);
- den Gestaltungsfaktoren dieser Geschichte (Herrschaft und Recht, Migration, Verfolgungen und Vertreibungen);
- die Beziehungen zwischen christlichen und jüdischen Gemeinschaften im Alltag und in Ausnahmesituationen auf der lokalen Ebene in Städten;
- die Quellen zur Geschichte der Juden im Reichsgebiet und der Frage, wie die Überlieferung das heutige Bild über jüdisches Leben und christlich-jüdische Beziehungen in der Vergangenheit prägt (vgl. das Akademieprojekt "Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich", 2006–2020);
- die Geschichte der jüdischen Gemeinschaften im Übergang vom späten Mittelalter zur Frühen Neuzeit (15. und 16. Jahrhundert): Wie kam es, dass unter dem Eindruck von Vertreibungen, Verfolgungen und Emigration nicht alles zusammenbrach?

Ausstellungen unter Beteiligung des "Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden" in bavarikon