Kontakt

Kunstsammlungen des Bistums Regensburg
Verwaltung:
Domplatz 6
93047 Regensburg
Telefon: +49 (0)941 597-2530
Telefax: +49 (0)941 597-2585
E-Mail: museum@bistum-regensburg.de

Domschatz Regensburg
Krauterermarkt 3
93047 Regensburg
Telefon: +49 (0)941 597- 2575 (Kasse)

Karte

Links

Kunstsammlungen des Bistums Regensburg

Der Domschatz Regensburg gehört zu den berühmtesten mittelalterlichen Schatzkammern Europas. Er befindet sich unmittelbar neben dem gotischen Dom St. Peter in den historischen Räumen der ehemaligen bischöflichen Residenz mit Fresken der Renaissance.

Die Anfänge des Domschatzes liegen im Dunkeln. Bei der Bedeutung Regensburgs gehörten wohl bereits im frühen Mittelalter kostbare Geräte und künstlerisch gestaltete Textilien, die beim Gottesdienst verwendet werden, zur Sammlung. Der gesamte Domschatz wurde trotz aller historischen Einschnitte nie vollständig zerschlagen, sodass sich bis heute ein beeindruckendes Zeitzeugnis aus fast 1000 Jahren Kirchengeschichte erhalten hat.

Darunter befinden sich außergewöhnliche Stücke wie ein Messgewand aus salischer Zeit, das als Kasel des hl. Wolfgang verehrt wurde, oder die sogenannte Wolfgangsschale aus dem frühen 12. Jahrhundert. Die kostbaren Ornate, Kruzifixe, Monstranzen, Kelche und Bischofsstäbe sind Zeugnisse des liturgischen Glanzes vieler Jahrhunderte. An eindrucksvollen Exponaten wird im Domschatz erlebbar, dass Regensburg bis ins 18. Jahrhundert hinein ein Zentrum der Goldschmiedekunst war, warum die angesehenste Zunft des Mittelalters so geschätzt wurde und Glaube und Handwerk untrennbar miteinander verbunden waren.

Weitere Glanzstücke der Sammlung sind der Wolfgangskelch (ca. 1250/60), das Ottokarkreuz (1261), eine Stiftung Ottokars II. Přemysl, von 1253 bis 1278 König von Böhmen, für das Prager Agneskloster, und die silbernen Ölflaschen des Bischofs Heinrich von Rotteneck (†1296) vom Ende des 13. Jahrhunderts. Eine besondere Geschichte erzählt das mit kostbaren Stickereien verzierte Rationale, ein Schultergewand, das der Wittelsbacher auf dem Kaiserthron Ludwig der Bayer (1328-1347), der vom Papst mit dem Kirchenbann belegt war, Bischof Nikolaus von Ybbs (1313-1340) verlieh. Herausragende Exponate sind das berühmte Emailkästchen, das wohl um 1400 in einer der Werkstätten der französischen Fürstenhöfe entstanden ist, und das weltweit einzigartige
Schmetterlingsreliquiar (um 1310/20).

Noch heute stehen die ausgestellten sakralen Geräte und Paramente in ihrer liturgischen Tradition. Einzelne Stücke finden zu besonderen Anlässen im Gottesdienst des Domes Verwendung.

Ausstellungen unter Beteiligung der "Kunstsammlungen des Bistums Regensburg" in bavarikon