Kempten-Museum im Zumsteinhaus

Die Vorgeschichte des Zumsteinhauses

Das Zumsteinhaus ist ein repräsentatives, bürgerliches Palais, das im Jahr 1802 von der aus Savoyen stammenden Kaufmannsfamilie Zumstein de la Pierre in zentraler Lage am Hildegardplatz erbaut wurde. Es diente als Wohn- und Geschäftshaus. Die Gebrüder Zumstein, Johann Josef Zumstein (1742-1822) und Johann Nicolaus Zumstein (1757-1832), handelten mit Textilien, insbesondere mit Seidengewebe. Diese wurden vor allem in der Schweiz oder in Norditalien aufgekauft und an Krämer in der Region vertrieben. Die Einstellung des Geschäftsbetriebes erfolgte vermutlich 1832 mit dem Tod eines der Zumstein-Brüder.

In der zweiten Hälfte des 19. und im 20. Jahrhundert wurde das Haus an verschiedene Parteien vermietet.1961/62 ging das denkmalgeschützte Gebäude in den Besitz der Stadt über, wurde renoviert und beherbergte bald ein Römisches Museum sowie seit den 1970er Jahren ein Naturkundemuseum. Im Jahr 2010 erarbeitete eine Arbeitsgruppe im Rahmen der Museumsentwicklung in Kempten die Themen "Römer", "Doppelstadt" und "Allgäu".

Anfang Mai 2015 wurde das in die Jahre gekommene Museum schließlich aufgelöst. Noch im selben Jahr schrieb die Stadt Kempten einen Architektenwettbewerb für das Zumsteinhaus aus und bereitete den Weg für die Entwicklung eines neuen Stadtmuseums, das im Dezember 2019 unter dem Namen "Kempten-Museum im Zumsteinhaus" eröffnet wurde.

Die Ausstellung des Kempten-Museums

Das Kempten-Museum im denkmalgeschützten Zumsteinhaus erzählt die 2.000 Jahre alte Stadtgeschichte Kemptens – lebendig, multimedial und interaktiv. Deutschlands "Bestes Heimatmuseum 2020" versteht sich als offener und aktiver Ort, in dem auch Kemptens Gegenwart diskutiert und in dessen Zukunft geblickt wird. Der Eintritt in das Kempten-Museum ist frei.

Die Stadtgeschichte wird auf 580 barrierefreien Quadratmetern in Themenräumen erzählt. Besonderen Wert legt das Museumsteam auf die Bürgerbeteiligung, die in verschiedenen Formaten möglich ist: von Ausstellungen im Bürger*innenraum, zu wechselnden Heute-Objekten oder der Präsentation von Filmen im Keller-Kino.

Die Sammlungen der Stadt Kempten (Allgäu)

Die Sammlungen der Stadt Kempten (Allgäu) umfassen folgende Objektgruppen:
- Naturkundliche Sammlung, insbesondere die geologische Sammlung, basierend auf der Sammlung von Karl Reiser
- Alpine Sammlung mit Objekten zum Wintersport, Tourismus etc.
- Kunstsammlung vom Mittelalter bis in die Gegenwart mit Skulpturen, Gemälden, Grafik
- Kulturhistorische Sammlung mit Textilien, Möbeln etc., vom Mittelalter bis in die Gegenwart
Die Sammlungen werden seit 2022 sukzessive in ein neues Zentraldepot umgezogen.

Sammlungen des "Kempten-Museums im Zumsteinhaus" in bavarikon

Ausstellungen unter Beteiligung des "Kempten-Museums im Zumsteinhaus" in bavarikon

Kontakt

Kempten-Museum im Zumsteinhaus
Residenzplatz 31
87435 Kempten (Allgäu)

Telefon: +49 (0)831 2525-1790
E-Mail: museen@kempten.de