Gemeinde Binswangen

Der um 800 n Chr. gegründete Ort Binswangen (heute Landkreis Dillingen a. d. Donau) wird im Jahr 1182 erstmals urkundlich erwähnt. Bis 1300 unterstand das Dorf dem Herzog von Schwaben, danach kam es zu Vorderösterreich und wurde Teil der Markgrafschaft Burgau.

Oberster Lehensherr war von 1551-1803 der Fürstabt von Kempten. Bedeutende Lehensträger waren in dieser Zeit die Freiherren von Langenmantel (1412-1563), die Schertlins (1569-1638) und die Freiherren von Knöringen (1638-1769). Die Pfarrkirche "St. Nikolaus" wurde 1739 erbaut, die Marienkapelle in den Jahren 1629/30.

1803 fiel Binswangen an die bayerischen Kurfürsten, ab 1805 an das Königreich Bayern und gehört seit 1918 zum Freistaat.

Vom frühen 14. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg war Binswangen Sitz einer Landjudengemeinde. Erstmals werden 1525 Juden in Binswangen urkundlich erwähnt. 1837 wurde ein heute noch bestehendes Synagogengebäude errichtet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Gemeinde eine kontinuierliche Entwicklung. Der Ort wandelte sich vom Bauerndorf zur Wohngemeinde. Durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft konzentriert sich die Bewirtschaftung der Flur zunehmend auf wenige größere Betriebe. Das wirtschaftliche Leben prägen Handwerksbetriebe wie mittelständische Unternehmen. Ein reges Vereinsleben repräsentiert die kulturelle Vielfalt im Dorf. Dazu zählt auch eine lebendige Pfarrgemeinde als Teil der Pfarreiengemeinschaft Wertingen.

Heute ist Binswangen eine selbstständige Gemeinde mit 1.370 Einwohnern und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Wertingen.

Sammlungen unter Beteiligung der "Gemeinde Binswangen" in bavarikon

Kontakt

Gemeinde Binswangen
Hauptstr. 22
86637 Binswangen

Telefon: +49 (0)8272/2591
E-Mail: gemeinde@binswangen.de