Gemeinde Fellheim

Die Gemeinde Fellheim liegt im Landkreis Unterallgäu und ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Boos. Das 1273 erstmals urkundlich erwähnte Dorf ging 1555 in den Besitz des Freiherrn Sebastian Reichlin von Meldegg über, der das Kemptische Lehen Fellheim erhielt und 1557 dort ein Renaissanceschloss errichtete. Die Grundherrschaft der Familie währte bis 1848. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) hinterließ den Ort vollkommen entvölkert. Freiherr Phillip Bernhard von Reichlin-Meldegg, der während des Kriegs geflohen war, gestattete im Jahre 1670 fünf jüdischen Familien die Ansiedlung südlich des Schlosses.

Die jüdische Gemeinde bildete fortan den überwiegenden Teil der Ortsbevölkerung. Sie bestand bis 1943. Die Synagoge, die ab 1786 als Gotteshaus diente, wurde 1938 von SS-Truppen verwüstet. Im Oktober 2015 fand die Eröffnung der ehemaligen Synagoge als Bürgerhaus statt. Weitere Gebäude der jüdischen Gemeinde wie ein Friedhof, eine Schule sowie Wohn- und Geschäftshäuser sind noch heute im Ortsbild präsent. Als Erinnerung an die jüdischen Mitbürger wurde 1988 eine Gedenktafel am Rathaus (ehem. 'Judenschule') angebracht. Auf einem 2021 eröffneten, 650 Meter langen Geschichtsweg lässt sich die jüdische Vergangenheit des Dorfes Fellheim nachempfinden.

Sammlungen der Gemeinde Fellheim in bavarikon

Ausstellungen unter Beteiligung der Gemeinde Fellheim in bavarikon

Kontakt

Gemeinde Fellheim
Memminger Straße 44
87748 Fellheim

Telefon: +49 (0)8335/217
E-Mail: fellheim@vg-boos.de