Stadt Monheim

Verliehen, verpfändet, verkauft – Monheims wechselvolle Geschichte begann wahrscheinlich mit der Dorfgründung im 7. und 8. Jahrhundert durch den bajuwarischen Edlen Muovo. Als einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Hl. Walburga im gesamten ostfränkischen Reich galt das von der fränkischen Äbtissin Liubila 870 gegründete Benediktinerinnenkloster, das Monheims Wechsel zu Franken markierte. Als Kloster und Dorf im Jahr 893 an Bischof Erchanbald von Eichstätt übergeben wurden, änderte sich an der Zugehörigkeit nichts.

Erstmals zu Schwaben zählte es im 14. Jahrhundert, als Monheim an die schwäbischen Riesgrafen von Oettingen verliehen wurde, die Monheim zur Stadt erhoben. Mit Verpfändung des Städtchens an die Edlen von Seckendorff und später derer von Rechberg im 14. Jahrhundert war es zunächst fränkisch, dann schwäbisch. Im selben Jahrhundert wurde Monheim an die Wittelsbacher für 5.500 Goldgulden verkauft und fiel somit unter bayerische Herrschaft. Nach der Eroberung der Jurastadt im 15. Jahrhundert teilten sich die Markgrafen von Ansbach und die Riesgrafen von Oettingen die Macht über Monheim, das im selben Jahrhundert sogar kurze Zeit dreigeteilt war: 2/5 bei den Markgrafen von Ansbach (fränkisch), 2/5 bei den Oettinger Riesgrafen (schwäbisch) und 1/5 bei Eichstätt (bayerisch). Dies machte sich auch sprachlich bemerkbar. Als Monheim auf Druck der Wittelsbacher an Herzog Ludwig den Reichen von Landshut (1450-1479) verkauft wurde, zählte es zu Niederbayern-Landshut.

Im Jahr 1505 wurde das Städtchen im Rahmen des Landshuter Erbfolgekrieges in das neu gegründete Fürstentum Pfalz-Neuburg eingegliedert und blieb bayerisch-pfälzisch-wittelsbachisch. Neu war jedoch, dass mit Fürst Ottheinrich von Pfalz-Neuburg (1522-1559) ab 1542 ein mehrmaliger Glaubenswechsel (evangelisch – katholisch – evangelisch) verbunden war, bis 1614 Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm (1614-1653) wieder den Katholizismus vertrat.

1806 wurde das Herzogtum Bayern mit Ostfranken und Ostschwaben zum Königreich Bayern, in welches 1808 auch die Junge Pfalz-Neuburg mit Monheim integriert wurde. Mit dem Übergang in den Freistaat Bayern 1918/19 gehört Monheim zum Regierungsbezirk Schwaben. Geändert hat sich an seiner politischen Grenzlage nichts, bis heute treffen hier Mittelfranken, Schwaben und Oberbayern aufeinander.

Das Stadtarchiv Monheim bewahrt umfangreiches Aktenmaterial aus der Geschichte der Stadt und ihrer eingemeindeten Orte auf. Dazu zählen die Gemeindeunterlagen der ehemals selbstständigen Gemeinden Flotzheim, Itzing, Kölburg, Ried, Warching, Weilheim, Wittesheim (bis1978) und Rehau (bis 1974). Das Archivgut wurde hauptsächlich unter Albert Kunkel und Theodor Schmiedt sortiert und verzeichnet. Teils wurde es nach dem Einheitsaktenplan sortiert, teils ein eigenes Nummernsystem angewandt. Die Akten beginnen mit den ältesten Urkunden aus dem 14. Jahrhundert. Einen wertvollen Bestand bilden die Ratsprotokolle ab dem Jahr 1620.

Sammlungen der "Stadt Monheim" in bavarikon

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