Familie, Kindheit, Jugend

"Ruhe kann nicht mein Wesen ertragen […]", beschrieb sich König Ludwig I. (1786-1868, reg. 1825-1848) selbst in einem seiner Gedichte. Sein Leben verlief in der Tat äußerst turbulent, anfangs sicherlich mehr, als ihm lieb war. Schon als Kind hatte der Wittelsbacher aus der Linie Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld sein dynamisches Temperament, aber auch Anpassungsfähigkeit und Zähigkeit unter Beweis stellen müssen. Seine Jugendjahre waren geprägt von Vertreibung, Kriegsängsten und persönlichen Schicksalsschlägen, darunter der Tod seiner geliebten Mutter.

Es war die Zeit des Umbruchs am Ende des Ancien Régime, der Französischen Revolution (1789-1799) und der Napoleonischen Kriege (1799-1815). Dank seiner Robustheit ging Ludwig unbeschadet daraus hervor. Geblieben waren dem jungen Prinzen die Liebe zu Bayern und eine tiefe Abneigung gegen alles Französische.

Dr. Elisabeth Kuen

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