Evangeliar Ottos III. - BSB Clm 4453 Über das Objekt
  • https://bavarikon.de/object/bav:BSB-HSS-00000BSB00096593
  • Evangeliar Ottos III. - BSB Clm 4453
  • Erweiterte Beschreibung
    • Reichenau
  • circa 1000
  • I, 277 Blätter : Illustrationen, 33,5 x 24 cm / Material: Pergament
    • Latein
    • Evangelia IV
    • Evangeliarium
    • Evangeliarium Kaiser Ottos III.
    • Cim. 58
    • Handschrift
    • Pracht auf Pergament
    • Handschriften aus bayerischen Bibliotheken und Archiven im UNESCO Memory of the World Programme
    • Die Prachtwerke im Umkreis der Herrscher
  • Bayerische Staatsbibliothek
  • Bayerische Staatsbibliothek
    • B3Kat-Identifikator - Identifikator: BV036851120
    • Bayerische Staatsbibliothek - Signatur: Clm 4453
    • Uniform Resource Name - Identifikator: urn:nbn:de:bvb:12-bsb00096593-3
  • http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00096593-3
  • Metadaten-Lizenz: CC0
  • Altsignatur: Cim. 58 - Goldschmiedeeinband: Vorderdeckel byzantinisches Elfenbein mit Marientod (10. Jahrhundert, griechische Inschrift), umgeben von Goldblech, besetzt mit Edelsteinen, Perlen, pyramiden- und kegelförmigen Gebilden aus Goldkügelchen und Goldfiligran, um die Kanten geschlagener violetter Seidensamit (wohl Byzanz, 10. Jahrhundert); Rückdeckel und Buchrücken mit rotem Samt bezogen (18. Jahrhundert) - BSB-Provenienz: Bamberg, Domschatz bzw. Dombibliothek
  • 2018-02-05

Evangeliar Ottos III. - BSB Clm 4453

circa 1000
  • Reichenau

Beschreibung

Das Reichenauer Skriptorium hatte im späten 10. und frühen 11. Jahrhundert eine herausragende künstlerische Stellung inne. Dort ließen die Könige und Kaiser Otto III. (980-1002) und Heinrich II. (973-1024) Prachtcodices anfertigen. Noch vor Textbeginn des hier gezeigten Evangeliars Ottos III. erstreckt sich auf einem Doppelblatt das berühmteste Bild des Evangeliars: Die Darstellung eines thronenden Herrschers, wohl Kaisers Otto III. Dieser wird von den geistlichen und weltlichen Repräsentanten der Macht flankiert. Die Provinzen des Reiches bringen ihm ihre Gaben dar. Die Handschrift enthält zudem Darstellungen der "visionären" Evangelisten. Die vier mächtigen Seher thronen auf dem Regenbogen der Apokalypse. Im oberen Teil der Miniaturen wird die Vision, in deren Betrachtung sie erstarrt zu sein scheinen, verbildlicht. Ein weiterer Höhepunkt der Handschrift ist der aus 29 ganzseitigen Miniaturen bestehende christologische Zyklus. Der kostbare Prachteinband gehört zu den schönsten und feinsten Arbeiten der ottonischen Kunst. Das Goldblech des Vorderdeckels ist dicht mit Edelsteinen, Perlen und Goldkugeln besetzt. In der Mitte ist eine byzantinische Elfenbeintafel angebracht. Sie stammt aus dem 10. Jahrhundert und zeigt eine Darstellung des Marientodes. Die Handschrift wurde wohl von Heinrich II. dem Bamberger Dom geschenkt. 1803 kam das Prachtevangeliar nach München. Datum: 2016

Béatrice Hernad

CC0