Nachlass von Melchior Meyr (1810-1871) – BSB Meyriana / 3,25. Melchior Meyr (1810 - 1871) Nachlass: Gleich und Gleich. Manuskript - BSB Meyriana III.25

Bayerische Staatsbibliothek

Beschreibung

Mit seinen "Erzählungen aus dem Ries" (1856) und den vier Jahre späteren "Neuen Erzählungen aus dem Ries" erlangte der in Ehringen bei Nördlingen geborene Schriftsteller Melchior Meyr (1810-1871) seine größten Erfolge. Es sind realistische Schilderungen, die dem Typus der Dorfgeschichte zugerechnet werden können. Die vorliegende Handschrift enthält eine davon, "Gleich und Gleich" aus dem Jahre 1867, mit vielen Streichungen Meyrs und Annotationen. Über die Hauptfiguren urteilt die zeitgenössische Kritik in Westermanns Monatsheften: "Gottfried und Sophie sind zwar Naturen, wie sie unter den Bauern nicht allzuoft vorkommen mögen, aber sie bewegen sich gleichwohl mit ihren Gesinnungen und Empfindungen durchaus in den Grenzen ihrer Sphäre [...]. Dasselbe gilt von den Nebenfiguren; unter ihnen ist namentlich der jüdische Unterhändler Schlome eine ebenso treu dem Leben nachgezeichnete, wie durch poetischen Humor in wirksamste Beleuchtung gesetzte Gestalt." Die Sitte des Volks und die mit ihr verbundenen Gebräuche waren Melchior Meyr ein großes Anliegen; ihren Vertretern stand er konservativ-aufgeschlossen gegenüber. In München suchte Meyr Anschluss bei der Gesellschaft der Krokodile um Paul Heyse (Heyse-Archiv V.105; Cgm 6471-6476) und bei den Zwanglosen (Cgm 8026(1-12 a). Datum: 2016

Autor

Peter Czoik

Rechtehinweis Beschreibung

CC0