Joseph Joachim (1822-1882) und Helene Raff (1865-1942) Nachlass: Briefe und Karten von Anna Blum-Erhard an Helene Raff - BSB Raffiana VI. Blum-Erhard, Anna

Bayerische Staatsbibliothek

Beschreibung

Die 1867 in Nürnberg geborene Tochter des Reichstagsabgeordneten und Advokaten Otto Erhard (1829-1888) lebte seit ihrer Heirat mit dem Kunstmaler Hans Blum (1858-1942) 1890 in München. Die Mutter dreier Kinder begann erst 1903 literarisch tätig zu werden. Sie verfasste Artikel zu den verschiedensten Themen und trat als Publizistin und Autorin von Mädchenliteratur in Erscheinung. 1905 erschien ihr Roman "Ohne Heimat", 1908 ihre Novelle "Sommertage". Zu ihren erfolgreichsten Werken zählen "Lieselottes Abenteuer mit dem Nähvölkchen, erzählt für Mädels, die nähen wollen" (1923) und "Die drei Spinnerinnen. Märchenspiel für Mädchen" (1930). Die in Wiesbaden geborene Malerin und Dichterin Helene Raff (1865-1942) engagierte sich seit den 1890er-Jahren in der bürgerlichen Frauenbewegung: 1899 trat sie in den Münchner Verein für Fraueninteressen ein, 1913 in den Schriftstellerinnenverein. Von Beginn an thematisierte sie in ihren Werken den Wandel der Rolle der Frau in der Gegenwart. Das erste der drei Schreiben ist ein Gesuch Blum-Erhards an die "Gedokkameradin" Raff, sich mit ihr und "Frau von Rummel" für die Organisation eines Dichterabends in einem Arbeitsausschuss zu treffen. Die Gedok wurde 1926 als "Gemeinschaft Deutscher und Oesterreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen" gegründet und ist bis heute das älteste und europaweit größte Netzwerk für Künstlerinnen. Datum: 2019

Autor

Peter Czoik

Rechtehinweis Beschreibung

CC0