Autorenporträt zu Johann Christoph Heckel Über das Objekt

Beschreibung

Der 1747 in Augsburg geborene Johann Christoph Heckel studiert in Jena und Altdorf und wirkt in verschiedenen Kirchen- und Schulämtern seiner Vaterstadt. 1780 wird er Diakon an der Barfüßer-, danach an der Jakobskirche. Er stirbt am 6. oder 7. Dezember 1798 in Augsburg.

Heckels erstes Werk ist die Beschreibung der Steinischen Melodica, eines neu erfundenen Clavierinstruments (1772). Sechs Jahre später erscheint anonym sein Versuch einer theologischen Encyklopädie und Methodologie zu einer zweckmäßigen Anwendung der Universitätsjahre für diejenigen, welche sich dem Predigtamte widmen wollen.

Ab 1785 gibt Heckel nach Art einer Zeitschrift Wochentliche Erbauungen durch auserlesene neue geistliche Lieder heraus, teilweise eigene Lieder (44), teilweise fremde (über 600), die er überarbeitet. 1787 erscheinen seine Christlichen Beruhigungen unter den Leiden und Beschwerden dieses Lebens, 1789 dann Lieder für leidende Christen. 1794 fungiert er zusammen mit dem Diakon Ludwig Friedrich Krauß zu St. Ulrich als Herausgeber eines Neuen Gesangbuchs für die evangelischen Gemeinden der freien Reichsstadt Augsburg und modernisiert so wie damals in der Aufklärungszeit üblich die Gattung des Kirchengesangbuchs.

Mit seiner Bibel und Gesangbuch für Kinder (1788) kann Heckel zudem als Vorläufer der Schulbibel gelten. Er verfasst auch die Vorrede zu Lukas Vochs Lexicon über die Hydraulik und Hydrotechnik (1775) und mehrere Gelegenheitsgedichte.

Neben >> , >> , >> , >> , >> , >> und >> hat sich Heckel besonders um die Pflege des geistlichen Lieds innerhalb der protestantischen Gemeinde Augsburgs verdient gemacht (Karl Pörnbacher).