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Leo von Klenze (Entwurf): Sessel aus dem Salon der Königin Therese nach einem Entwurf von Leo von Klenze Über das Objekt
  • https://bavarikon.de/object/BSV-DDD-00000B3D00000069
  • Sessel aus dem Salon der Königin Therese nach einem Entwurf von Leo von Klenze
  • Erweiterte Beschreibung
    • Leo von Klenze (Entwurf)
    • Joseph Pössenbacher (Schreinerarbeit)
    • Johann Ernst Mayer (Bildhauerei)
    • Peter Spahn (Vergoldung)
    • Königin Therese von Bayern
    • München
  • 1834/35
  • 103 x 62 x 63 cm / Material: Holz (Birnbaum, Nadelholz, Ahorn, vergoldet, Zinnguss, roter Seidendamast)
    • Deutsch
    • Möbel
    • Prunkmöbel
    • Sitzmöbel
    • König Ludwig I.
    • Prunkmöbel aus Bayerns Schlössern
  • Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen
  • Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen
    • Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen - Inventarnummer: ResMü.M0656
  • Metadaten-Lizenz: CC0
  • Residenzmuseum München
  • 2017

Sessel aus dem Salon der Königin Therese nach einem Entwurf von Leo von Klenze

1834/35
  • Leo von Klenze (Entwurf)
  • Joseph Pössenbacher (Schreinerarbeit)
  • Johann Ernst Mayer (Bildhauerei)
  • Peter Spahn (Vergoldung)
  • München

Beschreibung

Berühmt ist Leo von Klenze (1784-1864) heute vor allem für seine klassizistischen Bauwerke. Viele davon schuf er im Auftrag des bayerischen Königs Ludwig I. (1786-1868) für dessen städtebauliche Projekte in München, z.B. die Glyptothek und die Ruhmeshalle. Klenze war aber - wie viele Architekten früherer Jahrhunderte - auch als Innenarchitekt und "Designer", wie wir heute sagen würden, äußerst rührig. Zum Mobiliar des Salons von Königin Therese (1792-1854), zu dem dieser Sessel gehört, haben sich zwei Entwurfszeichnungen Klenzes in der Staatlichen Graphischen Sammlung in München erhalten. Eines der beiden Blätter zeigt die Sitzmöbel-Entwürfe. Die vollständige erhaltene Garnitur umfasst ein Kanapee sowie sechs Sessel und 20 Stühle. Die hölzernen Möbel mit Zinngussappliken sind vergoldet. Die Rosshaarpolster sind mit einem (mittlerweile erneuerten) roten Seidendamast bezogen. An antike Formen erinnernde Ornamente zieren das Mobiliar. Das Kanapee besitzt Armlehnen in Form von Schwänen. Schwäne waren als Dekorationsmotiv in dieser Zeit gerade in Räumlichkeiten der Damen sehr beliebt, stehen sie doch für lebenslange Treue. Für die Rückenbretter der Sessel und Stühle plante Klenze ebenfalls ein Schwanenmotiv, in der Ausführung wurde der Schwan auf ein ausgestrecktes Flügelpaar reduziert. In Entwurf und Ausführung durch eine Vielzahl hochspezialisierter Kunsthandwerker steht dieser Sessel für die Spitzenleistungen der Münchner Möbelkunst in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Cordula Mauß

CC BY-NC-SA 4.0