Parkburgen im Schlosspark Nymphenburg (Amalienburg) Über das Objekt

Nach Entwürfen von François Cuvilliés d.Ä. entstand im Schlosspark Nymphenburg zwischen 1734 und 1739 die Amalienburg. Das für Kurfürstin Amalia erbaute Jagdschlösschen ist ein Hauptwerk des europäischen Rokoko mit kostbaren Schnitzereien und Stuckarbeiten von Joachim Dietrich und Johann Baptist Zimmermann. Die drei anderen Parkbauten waren bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts im Auftrag Kurfürst Max Emanuels durch Joseph Effner errichtet worden. Bemerkenswert sind der lichtdurchflutete Festsaal der Badenburg – prächtig ausgestattet mit Stukkaturen und einem Gewölbefresko (Jacopo Amigoni, erneuert nach Zerstörung 1944) – und der zweigeschossige Baderaum sowie das so genannte Affenkabinett. Vier Räume des Schlösschens sind mit chinesischen Papiertapeten ausgestattet. In der Pagodenburg mit ihrem oktogonalen Grundriss vermischen sich europäische und fernöstliche Dekorationselemente zu einem exotischen Ambiente. Insgesamt ist das kleine Parkschloss ein Hauptwerk der "Chinamode" des 18. Jahrhunderts. Die Magdalenenklause mit ihrer bewusst ruinösen Architektur weist neben der grottenartig gestalteten Kapelle klösterlich strenge Wohnräume im Sinne einer höfischen Eremitage auf.