Wening, Michael: Servio Tullio, I. Akt, 7. -13. Szene: Appartamenti di Silvia e Tullia Über das Objekt
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  • Servio Tullio, I. Akt, 7. -13. Szene: Appartamenti di Silvia e Tullia
  • Erweiterte Beschreibung
    • Wening, Michael
    • Mauro, Domenico
    • Mauro, Gasparo
    • Steffani, Agostino
    • Terzago, Ventura
    • D’ Ardespin, S. Melchior
    • Rodier, Franz (Choreograph)
    • Maximilian Emanuel II., Bayern, Kurfürst
    • Maria Antonia, Bayern, Kurfürstin
    • Giovanni Jeckling [Druckerei]
    • München
  • 1685
  • 406 x 489 mm (Blatt) / Material: Kupferstich
    • Italienisch
    • Effekt
    • Der graphische Bestand zu Theater, Bühne und Festkultur im Barock
    • Bühnendekorations- und Szenenentwürfe
  • Deutsches Theatermuseum
  • Deutsches Theatermuseum
    • Deutsches Theatermuseum - Inventarnummer: I 11567/2
    • Deutsches Theatermuseum - Inventarnummer: F 1542
    • Deutsches Theatermuseum - Inventarnummer: 4° R 285
  • Metadaten-Lizenz: CC0

Servio Tullio, I. Akt, 7. -13. Szene: Appartamenti di Silvia e Tullia

1685
  • Wening, Michael
  • München

Beschreibung

Anlässlich der Hochzeitsfeierlichkeiten von Kurfürst Max Emanuel mit der Erzherzogin Maria Antonia von Österreich wurde am 21. Januar 1686 die Festoper Servio Tullio in München aufgeführt, zu der Agostino Steffani die Musik schrieb und sein Bruder Ventura Terzago das Libretto verfasste. Das von Michael Wening gestochene Blatt schildert die über mehrere Szenen dauernde Verwechslung der Liebespaare, die sich in einem idyllischen Garten zwischen den verschachtelt sich gegenüberliegenden Häusern von Silvia und Tullia abspielt. Für den Schlussprospekt haben die Brüder Mauro einen dreiteiligen Torbogen ersonnen, der die seitliche Bebauung verbindet und zugleich Ausblick in einen in die Tiefe führenden Weg bietet. Gasparo Mauro setzt den bewegten Nachthimmel mit dem Vollmond, der hier oben rechts zwischen den Wolken gerade hervorbricht effektvoll ein: Während der Mond bei den Einzelauftritten von Servio, Silvia und der auf dem rechten Balkon stehenden und Laute spielenden Tullia die Bühne hell erleuchte, verdunkelten aufziehende Wolken den Mond dann, so dass die Liebesklagen und -schwüre in den folgenden Szenen jeweils an die falsche Person gerichtet wurden. Die daraus sich ergebenen Vertauschungen und Täuschungen werden erst mit dem Auftritt von Licinio und vier Fackelträgern in der 9. Szene, die im Kupferstich im Hintergrund vor dem Torbogen dargestellt sind, aufgelöst. Rechts vorn stehen Valerio und Rutilio, die im Dunkel glaubten, es sei Tullias Hand, die sie gehalten haben. Im Mittelgrund der Bühne links wird der Moment geschildert, als Silvia schamvoll die Hand von Servio Tullio, den sie im Dunkel für Valerio hielt, loslässt.

MM/sdp

RR-F