La Flora o vero Il Natal de‘ Fiori, I. Akt: Besuch von Merkur bei der Erdgöttin Berecintia

Deutsches Theatermuseum

Beschreibung

'Anlässlich der Hochzeit von Odoardo Farnese mit Margherita de’ Medici, durch die Florenz und Parma dynastisch miteinander verbunden wurden, fand am 14. Oktober 1628 die Aufführung der Oper „La Flora o vero Il Natal de'' Fiori“ (Flora, oder die Geburt der Blumen) statt, in deren Handlungsrahmen sowohl die beiden Liebenden als auch das Ende der „weiblichen“ Herrschaft in Florenz verarbeitet wurde. Dem Libretto von Andrea Salvadori liegt der mythologische Stoff von Zephir und Chloris zugrunde, wobei Zephir den Bräutigam und die Nymphe Chloris die Braut verkörpert. Für die aufwändige Bühnenproduktion wurde Alfonso Parigi beauftragt, welcher auch die fünf Kupferstiche für den Festbericht entwarf und stach, der dann 1628 bei Pietro Cecconcelli veröffentlicht wurde. Das Blatt zeigt das Eröffnungsbild des ersten Aktes und wie die Bildunterschrift besagt: „Avviso di Mercurio a Berecintia dea della terra, et alle ninfe de’ campi“, scheint der geflügelte Merkur gerade auf dem Fels gelandet zu sein, um der Göttin der Erde, Berecintia und ihrem Gefolge entscheidende Anweisungen zu erteilen: Die Erde solle von nun an Blumen haben, so wie der Himmel Sterne besitze. Der Bühnenraum beschreibt eine von dichten Bäumen gesäumte Lichtung in deren Mittelachse ein Fels mit einer großen Grotte steht, in deren Inneren Berecintia thront und Hof hält. Sie regiert über ein ganzes Volk von Nymphen und Satyrn, die sich entlang der Seiten des Bühnenraums aufgereiht haben.'

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MM/sdp

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